Verlegung des ersten Stolpersteins in Meißen am 26.10.2012

Veröffentlicht am 01.11.2012 in Pressemitteilung

Foto der ersten beiden Stolpersteine nach der Verlegung

Stolpersteine auf dem Bürgersteig sollen die Passanten nicht wirklich zum Stolpern bringen, aber zum Nachdenken: Sie befinden sich vor Häusern, in denen von Nazi-Regime verfolgte jüdische Bürgerinnen und Bürger ihre letzte eigene Wohnung oder Wirkungsstätte hatten. Auf den von dem Kölner Künstler Gunther Demnig gestalteten Steinen stehen Namen und Lebensdaten der Verfolgten, um die Heutigen an sie zu erinnern. Es gibt die quadratischen Stolpersteine aus Bronze in vielen Städte in Deutschland und anderen Ländern in ganz Europa, in denen die Nazis Menschen verfolgt hatten.
Nun sind am 26. Oktober 2012 auch in Meißen die ersten beiden solchen Stolpersteine verlegt worden. Sie erinnern vor dem Haus Elbstraße 28 an Leo und Regina Mosszizki, die 1943 in Auschwitz ermordet wurden. Die Töchter der Familie entkamen. Judy Benton, eine der beiden, konnte sich nach England retten. Sie ist heute 91 Jahre alt und wird bei der Einweihung der Stolpersteine am 9. November 2012 anwesend sein.

Die Verlegung der Stolpersteine geht auf das Engagement einer Bürgerinitiative zurück, in der neben Vertretern der Kirche, Schülern, Lehrern und dem Ortschronisten auch Vertreter der im Meißner Stadtrat vertretenen demokratischen Parteien mitwirken. Die SPD in Meißen ist einer der Initiatoren dieser Bürgerinitiative. Die Meißner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind der Meinung, dass die Erinnerung an gestern eine Aufgabe für heute und morgen ist. Es gilt, sich menschenfeindlichem Ungeist zu erwehren, trete er nun in rechtsextremistischer oder anderer Form auf.

 
 

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Martin Dulig