Prüfung von Wohnbebauung am ehemaligen Kohlenlagerplatz im Triebischtal

Veröffentlicht am 08.11.2018 in Kommunales
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Stellungnahme zum Beschluss des Meißner Stadtrates vom 07.11.2018

Am 25.04.2018 fasste der Meißner Stadtrat – einstimmig – den Beschluss, für das Gebiet des ehemaligen Kohlenlagerplatzes im Triebischtal den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu fassen, einen "Bürgerpark Triebischtal" zu entwickeln.

Vorausgegangen waren unter anderem Studien im Rahmen des Peter-Joseph-Lenné-Preises, welche der Stadt Meißen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Im Meißner Rathaus fand hierzu auch eine Vorstellung der Ergebnisse statt, welche eine gute Resonanz erfuhr. In diesem Zusammenhang sollte dieses Areal auch als Fläche für die Ausrichtung einer möglichen Gartenschau genutzt werden. Selbst im Wahlprogramm des Oberbürgermeisters Raschke ist von der Ausrichtung einer Landesgartenschau zur 1.100-Jahr-Feier im Jahr 2029 die Rede.

So weit, so gut. Aber in der Stadt Meißen ist jederzeit mit Querschüssen und nicht mehr nachvollziehbaren Wendungen zu rechnen.

Aus einem übertrieben ambitionierten Gedanken heraus, die Stadt Meißen mit allen Mitteln über die 30.000-Einwohner-Grenze zu heben, kam aus der Fraktion U.L.M./FDP die unausgegorene Idee, das Gelände anstatt als Bürgerpark nunmehr für Wohnbebauung vorzusehen und dazu einen Prüfauftrag beschließen zu lassen. Damit wird der Beschluss vom 25.04.2018 von den gleichen Stadträten verworfen, die diesem erst zugestimmt hatten.

Wer das Gelände kennt weiß allerdings, dass es sich gar nicht für Wohnbebauung, schon gar nicht im gehobenen Segment, eignet. Die Lage direkt an der Bahnlinie Meißen – Nossen sowie im Überflutungsgebiet der Triebisch sowie in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums schließt eine Wohnbebauung de facto aus. Ebenfalls ist eine Kombination von Wohnbebauung und Bürgerpark wegen der Größe und Lage absolut unrealistisch.

Dass das Triebischtal aufgewertet werden soll, steht außer Frage. Wohnbebauung an dieser Stelle wird jedoch zu keiner Aufwertung führen; noch im April 2018 war man sich einig, dass die Aufenthaltsqualität nur durch einen Bürgerpark erreicht werden kann. Sofern eine Wohnbebauung in Betracht gezogen wird, wäre die Ausrichtung einer Gartenschau erledigt.

Für weitere Wohnbebauungen gibt es genügend andere Flächen bzw. leer stehende Wohnhäuser – auch im Triebischtal. Für 200.000 € hat die Stadt bekanntlich das Grundstück Höroldtstraße erworben, welches sich dafür wesentlich besser eignet.

Nur die Fraktion Linke/SPD/Grüne stimmte mehrheitlich gegen die eingebrachte Beschlussvorlage. Alle anderen Fraktionen sowie der Oberbürgermeister stimmten dafür. Besonders enttäuschend ist die Wendung der "Freien Bürger", die ihre bisherige Haltung zum Thema komplett über Bord geworfen haben. Und der Oberbürgermeister zeigt bereits am Tage seiner Vereidigung, dass ihm sein Wahlprogramm nicht mehr interessiert.

Das, was sich hier abspielt, hat mit einer verlässlichen Stadtpolitik und einer in die Zukunft gerichteten Stadtentwicklung nichts mehr zu tun.

Matthias Rost
Stadtrat

 
 

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