Eyk Schade: Geschichte der "Gruppe der Zwanzig" sollte im Rahmen eines öffentlichen Symposiums diskutiert werden

Veröffentlicht am 21.10.2019 in Pressemitteilung

Eyk Schade, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Meißen und Umgebung, nimmt Bezug auf die in der Sächsischen Zeitung veröffentlichten Zweifel Dr. Zellers an den u. a. durch Frank Richter überlieferten Abläufen des 8. Oktober 1989:

 

Herr Frank Richter war nicht nur der Kandidat der SPD im Wahlkreis Meißen 3, der über die Landesliste in den Sächsischen Landtag eingezogen ist. Er ist eine Persönlichkeit, die sich anerkannter Maßen politische Verdienste während der friedlichen Revolution 1989 erworben hat und mehrfach dafür geehrt wurde (u. a. Erich-Kästner-Preis, Bundesverdienstkreuz).

 

Mit der öffentlichen Infragestellung der Verdienste des Polizisten Detlef Pappermann ist auch eine Diskreditierung der Glaubwürdigkeit Frank Richters verbunden, weil dieser in der Öffentlichkeit stets davon gesprochen hat, dass die Gründung der „Gruppe der 20“ ohne die Mitwirkung Pappermanns nicht zustande gekommen wäre.

 

Frank Richter wird durch die Äußerungen von Herrn Zeller indirekt der Lüge bezichtigt. Das weise ich in meiner Eigenschaft als Vorsitzender der SPD in Meißen entschieden zurück. Ich fordere Herrn Zeller auf, an einem öffentlichen Symposium teilzunehmen und seine Thesen in Gegenwart anderer Historiker darzulegen und zu diskutieren. Es ist richtig, dass die Wissenschaft vom Zweifel und von der Infragestellung gültiger Thesen lebt. Das heißt aber nicht, dass Wissenschaftler das Recht haben, andere Personen öffentlich als unglaubwürdig darzustellen, ohne dies auch öffentlich zu begründen.

 

Im Fall von Frank Richter wurde dies schon einmal versucht, als die AfD wenige Tage vor dem 2. Wahlgang zum Amt des OB im September 2018 eine öffentliche Veranstaltung durchgeführt hat, um ihn als unglaubwürdig darzustellen. Wenn sich Herr Zeller als seriöser Wissenschaftler versteht, wird er sich der öffentlichen Diskussion stellen. Diese muss selbstverständlich fair und überparteilich durchgeführt werden.

 

Als Vorsitzender der SPD Meißen wünsche ich mir, dass sie sich mit der Historie beschäftigt, im Anschluss aber auch den Zustand der Demokratie in unserem Land diskutiert wird. Das Symposium könnte anlässlich des Jubiläums 30 Jahre Mauerfall in den nächsten Wochen in Meißen stattfinden.

 

Eyk Schade

Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Meißen und Umgebung

 
 

Frank Richter

Martin Dulig

Susann Rüthrich

Susann Rüthrich

 

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