Die Landtagsabgeordnete Karin Strempel (CDU) bekommt bei (eigenen) Landespolitikern das Gruseln - nicht nur sie!

Veröffentlicht am 09.03.2009 in Landespolitik

Alexander Poesche

Beim Besuch der sanierungsbedürftigen Grundschule Zadel wurde Frau Strempel (CDU-MdL) zitiert, dass ihr bei der Absicht einiger Landespolitiker, die Mittel für kommunale Pflichtaufgaben (z.B. für Kindergärten und Schulen) künftig kürzen zu wollen, gruselig werde. Hier kann Frau Strempel wohl nur die eigenen CDU-Abgeordneten gemeint haben.

Nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass damit unter anderem der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, ein gewisser Herr Dr. Rößler, gemeint sein könnte. Hier muss die SPD im Landkreis Meißen Frau Strempel ausnahmsweise einmal Recht geben; die CDU-Politik der letzten Jahre zielte entgegen aller Lippenbekenntnisse immer auf die Schwächung des ländlichen Raumes hinaus - wir denken nur an die vielen von der CDU zu verantwortenden Schulschließungen auf dem flachen Lande. Der SPD wurde hier auch gruselig.
Aber die Sachlage ist durchaus ernst. Eine CDU, die intern völlig zerstritten ist, sich öffentlich über die Presse angreift, ist nicht regierungsfähig und somit nicht wählbar. Die Wahlergebnisse der CDU waren im ländlichen Raum bisher sehr gut. Hoffentlich merken nun die Wähler, dass die CDU nicht ihre Interessen vertritt. Frau Strempel sollte sich überlegen, ob sie unter diesen Umständen noch für die CDU kandidieren kann. Sollte sie es tun, wird sie völlig unglaubwürdig.

Alexander Poesche

 
 

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