SPD-Meißen gedenkt der Opfer des Kriegsgefangenenlagers Zeithain

Veröffentlicht am 23.04.2020 in Allgemein

Heute, vor 75 Jahren, am 23. April 1945, befreiten Soldaten der Roten Armee das Kriegsgefangenenlager Zeithain. In Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag unserer jüngsten Geschichte legte Frank Richter, Mitglied des Sächsischen Landtags, im Namen des Kreisvorstandes der SPD Meißen einen Kranz am Ehrenhain nieder.

Die Schleife trug die Aufschrift: „23.4.2020 – Den Opfern zum Gedenken“ Während der Gedenkstunde, die wegen der infolge der Corona-Pandemie geltenden Einschränkungen nur in einem kleinen Kreis von Anwesenden stattfand, erinnerte Jens Nagel, der Leiter der Gedenkstätte an die historischen Zusammenhänge. Er bezog sich in seiner Ansprache auch auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, die zu neuen Formen der Ausgrenzung, des Rassismus, des Nationalismus und zur Wiederbelebung menschenverachtender Ideologien führen. Er mahnte zur Wachsamkeit und zum Widerstand.

Dr. Dirk Reitz, Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sprach das Totengedenken, das von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Bundestages am 18. November 2018 gesprochen wurde. 

Die in der Nähe von Riesa gelegene Gedenkstätte „Ehrenhain Zeithain“ erinnert an die Opfer des Kriegsgefangenenlagers der Wehrmacht. Es war vor dem Überfall des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion im April 1941 eingerichtet worden. Insgesamt kamen rund 25.000 bis 30.000 sowjetische und mehr als 900 Kriegsgefangene aus anderen Ländern im Lager zu Tode. Gründe waren vor allem mangelhafte Ernährung und katastrophale hygienische Bedingungen. (siehe dazu die Homepage der Stiftung Sächsische Gedenkstätten)

Frank Richter würdigte im Gespräch mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Ehrenhain Zeithain deren Arbeit und betonte die Bedeutung dieses authentischen Ortes für die historisch-politische Bildung.

 

 
 

Frank Richter

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