Die Roten zu Gast bei den Roten - SPD Meißen lässt sich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr erläutern

Veröffentlicht am 01.10.2015 in Ortsverein

Gundula Sell

Nicht nur, weil er die Farbe der Autos der Feuerwehr so sympathisch findet, veranstaltete der Ortsverein Meißen der SPD seine Versammlung am 1. Oktober 2015 bei der Freiwilligen Feuerwehr Meißen in der Teichmühle am Beyerleinplatz. Der wirkliche Grund ist, dass die Sozialdemokraten die Tätigkeit der Feuerwehr für eine äußerst wichtige Arbeit im Dienst der Allgemeinheit halten, zumal es dabei um nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement geht. Darum wollten sie sich aus erster Hand darüber informieren, wie die Meißner Feuerwehr arbeitet und worüber sich die Kameraden dort Gedanken machen. Wehrleiter Frank Fischer stellte kundig und sachlich seine Einrichtung vor, wobei man schon merkte, dass er, um es so zu sagen, für seine Sache brennt.

Die älteste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands feiert 2016 in Meißen ihr 175-jähriges Jubiläum. Derzeit sind 43 aktive Mitglieder bei ihr engagiert, darunter elf Kameradinnen. Bis auf den Gerätewart sind alle ehrenamtlich tätig und stellen dem Gemeinwohl mit ihren Übungen, Weiterbildungen und vor allem Einsätzen sehr viel Freizeit zur Verfügung. Mit der Alters- und Ehrenabteilung sind es 56 Personen. Hinzu kommen noch 33 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Dennoch plagen den Wehrleiter Personalsorgen; er wünscht sich mehr aktive Mitglieder. Gerade wenn die Feuerwehrleute tagsüber auf Arbeit sind, womöglich in anderen Städten, können nicht alle zu einem Einsatz eilen. Gerade am Tage der Zusammenkunft hatte gleichzeitig der 183. und 184. Einsatz des Jahres 2015 stattgefunden – zum Glück beides eher kleinere Vorkommnisse. Gut ausgerüstet sind die Kameraden technisch und mit ihren Spezialfahrzeugen, auch was die Vorkehrungen für kommende Hochwasser betrifft.

Derzeit richtet sich der Blick der Feuerwehr-Kameraden auf das bevorstehende Jubiläum. Sie planen schon eine Menge öffentlichkeitswirksame Vorhaben und wollen Gastgeber für den Landesdelegiertentag und den Landes-Jugendfeuerwehrtag sein. Und hoffen darauf, dass sie, wenn sie im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, auch neue Mitglieder zu gewinnen.

Die SPD-Genossinnen und -Genossen zeigten große Hochachtung vor dem Engagement der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und finden, dass diese Institution der Stadt gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann, auch wenn es nicht brennt oder ein Jubiläum stattfindet. Sie sorgen unter Einsatz der ganzen Person für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in der Stadt und sind damit unersetzlich.

Besonders interessierten sich die SPD-Stadträte Matthias Rost und Rolf Gätsch dafür, wie die Stadt die Einsatzstärke der Freiwilligen Feuerwehr in Meißen auch künftig stabilisieren kann. Eine intensivere Verzahnung der Arbeit der Stadtverwaltung mit der der Feuerwehr könnte die Situation verbessern, hier müssen auch unkonventionelle Lösungen gesucht werden. Auch zur Unterstützung für die Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr wurden bei der Zusammenkunft Ideen entwickelt.

Gundula Sell
stellvertretende Vorsitzende

 
 

Martin Dulig

Susann Rüthrich

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